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12.07.2011, 13:33 Uhr

Altenburger Prinzenraub Festspiele 2011: „Was, Sie haben doch weitergespielt...

...das ist ja unglaublich.“ - war eine von vielen Stimmen am Montagmorgen nach der Gewitter- und Regenschlacht im Schlosshof des Altenburger Residenzschlosses. Die letzte von insgesamt 98 Aufführungen der Altenburger Prinzenraub Festspiele seit 2005 drohte im Schlamm und Regen förmlich zu versinken.

Es blieb beim ‚drohen’ weil über 200 Akteure und Mitstreiter der Festspiele und an die 1000 Besucher den Unbilden trotzten, die 30-minütige Unterbrechung zur Kenntnis nahmen und sich beispielsweise mit „Schwarzgebrannten“ und den munteren Gesängen der  „Wilden Weyber“ über das Gewitter halfen. Was für einige zuviel war – die doch gegangen waren -  gestaltete sich für den Großteil der Besucher zur nassen aber doch so tollen Aufführung dieses denkwürdigen Abends. Zum Schlussapplaus und in den Dank der Vorsitzenden des Fördervereins Altenburger Prinzenraub e.V., Frau Dr. Birgit Klaubert sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Altenburg, Michael Wolf, an die Mitspieler und langjährigen Unterstützer der Festspiele, hörte sogar der Regen für einige Zeit auf und die Abschlussparty konnte beginnen. Über 14.000 Besucher sahen in diesem Jahr die Aufführungen die Prinzenraub-Fassung von Katrin Langes  „Waren zwei Brüder einst in Sachsen!“. Es dies wohl eine traumhafte Zahl und bestes Ergebnis der Festspielgeschichte. Die Auslastung betrug rund neunundneunzig %.  Knapp 95.000 Gäste waren es in den sieben Jahren. „Finale!“ war der Slogan und so richtete sich die Werbekonzeption zum Abschluss auch diesmal direkt an die Besucherpotenziale in Thüringen und Sachsen. Die nunmehr etablierte mitteldeutsche Kulturmarke hielt, was sie versprach und generierte fast 3.000 Online-Ticketkäufe aus Thüringen, ca. 2.000 aus Sachsen und über 500 aus den übrigen Bundesländern. 60, 4 % der Online-Käufer kommen von außerhalb des Landkreises Altenburger Land. Damit bestätigt sich zum wiederholten Mal der ausgesprochen tief verwurzelte und regionale Charakter des legendären ‚Kidnappings’. Der touristische Aspekt des Unternehmens ist mittlerweile tatsächlich kaum zu leugnen. Wie beispielsweise der Geschäftsführer des Hotels „Altenburger Hof“ , Dietrich Wieland, mitteilt, wurden allein 250 Übernachtungen von Altenburger Firmen (u.a. Möbel-Schröter, Antriebstechnik Fräger, der Käserei Altenburger Land und von einigen touristischen Firmen aus Deutschland) für Prinzenraubfestspielgäste gebucht. Die Zahl erhöht sich seiner Meinung nach noch durch einen starken Anstieg privat gebuchter Übernachtungen im Festspielzeitraum in seinem Haus. Dazu kommen weitere 120 Übernachtungen die durch das Festspielbüro gebunden wurden. Zahlen die sich sehen lassen können. Fast alle Pensionen und Gaststätten waren durch die Festspiele gut gebucht und besucht. Diese Entwicklung hält seinen Jahren an und soll schon im Jahr 2012 ihre Fortsetzung erfahren, wenn die Rahmenveranstaltungen der Altenburger Barbarossa Festspiele den Auftakt der Werbemaßnahmen für die Aufführungen im Jahr 2013 bilden werden. Dieser Veranstaltungskatalog wird gesondert der Öffentlichkeit vorgestellt. Im übrigen waren die brandneue Juni-Mitschnitt-DVD der Festspiele, der repräsentative Bildband der Kamprad-Verlagsgruppe zu den drei Inszenierungen und das nagelneue Prinzenraub-Quartett der EWA Altenburg die Verkaufsrenner im Informationsstand des Festspielbüros im Vorprogramm. Die Preisverleihung des traditionellen Kultur- und Wirtschaftspreises des Fördervereins an den Geraer TV-Journalisten Marian Riedel und die wunderschöne Ballonaktion mit 350 in den Festspielfarben gehaltenen Luftballons mit den angehefteten Wünschen der Mitspieler für die Zukunft verlief im übrigen noch in trockenen Tüchern. Aber dann... - dem Vernehmen nach verließen kurz nach fünf Uhr morgens die letzten Partygäste den Schlosshof. Immer noch oder schon wieder nass.


Von: Stefan Müller

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